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Bienenkrankheiten |
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Danny Jöckel 37213 Witzenhausen |
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Hobby-Imkerei |



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In diesem Kapitel möchte ich Ihnen die wichtigsten krankhaften Erscheinungen bei Bienenvölkern aufzeigen. Bitte beachten Sie allerdings, das eine sichere Feststellung von Krankheiten oftmals nicht möglich ist, da gewisse Anzeichen mehreren Krankheiten zugeordnet werden können oder durch andere gleichzeitig auftretende Erkrankungen/Folgeerkrankungen nicht eindeutig sind.
Routinekontrollen
Im Rahmen der normalen Arbeit mit den Bienenvölkern führt der Imker Routinekontrollen durch. Dabei sollte auf Volksstärkenentwicklung, Auffälligkeiten am Brutnest (z.B. Lücken oder nicht geschlüpfte Zellen) oder Kotspritzer auf den Waben geachtet werden.
Suche nach speziellen Krankheitsanzeichen am Bienenstand
Als erstes erfolgt die Suche nach speziellen Anzeichen bei dem auffälligen Volk am Bienenstandort. Die Klinischen Symptome habe ich Ihnen zusammenfassend in den folgenden Zeilen aufgeführt. Bitte bedenken Sie, das dadurch allerdings nur eine erste Einschätzung möglich ist, was die Art der Erkrankung angeht. Außerdem weise ich darauf hin das weitere Erkrankungen gibt. Die Tabelle gewährt keine Garantie auf Vollständigkeit. Eine konkrete Diagnose ist in der Regel nur durch Laboruntersuchungen möglich. Welche Proben in welchem Umfang unter welchen Bedingungen entnommen werden müssen, erfahren Sie bei Ihrem zuständigen Bienenseuchensachverständigen.
Streichhölzer - zum Öffnen von Zelldeckeln und Untersuchen von Schleim
Einweghandschuhe und Einwegüberschuhe - Schutz vor Verschleppung der Erkrankung
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Erkrankungen der erwachsenen Biene:
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Telefon: 0 55 42 / 999 820 |
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Erkrankungen der Brut und der erwachsenen Biene:
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Nicht infektiöse Erkrankungen bzw. Vergiftungen der erwachsenen Biene:
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Erkrankungen der Brut:
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Bitte klicken Sie auf die |
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Erkankung |
Krankheitserscheinungen |
Diagnose |
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Amerikanische (bösartige)Faulbrut |
A) Offene Brut: Maden gelblich, braun (Milchkaffeefarbe) Geruch nach Knochenleim B) gedeckelte Brut: lückenhaft, Zelldeckel eingesunken, dunkler, löchrig oder rissig |
Streichholzprobe: abgestorbene Maden bilden fadenziehende, milchkaffeefarbene Masse. Später schwarze feste Kruste mit rauer Oberfläche in unterer Zellrinne. ( in dunklen Waben und im Anfangsstadium schwer erkennbar)
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Europäische (gutartige) Faulbrut Bakterien |
A) offene Brut: Maden zeigen hartes gelb, Ringelung undeutlich. Darm als weißer Strich sichtbar B) gedeckelte Brut: lückenhaft, Deckel eingesunken, dunkler, löcherig oder rissig wie bei Amerikanischer Faulbrut 1. Sauerbrut: graugelbe, sauer riechende Maden. Später gold– und dunkelbraun-breiig-schmierige Reste. 2. Stinkende Faulbrut: gelbe bis bräunliche Maden, zäh-schleimig, später braune, glänzende Schuppen 3. Übergangsformen zwischen 2 und 3 |
Streichholzprobe: abgestorbene Maden nicht fadenziehend. Brauner Schorf. Weiche Kruste. |
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Sackbrut Virus (erblich bedingt, Königin wechseln) |
Abgestorbene, sackförmige Maden mit wässrig-körnigem Inhalt verfärben sich bräunlich und schrumpfen zu gondelartigen Gebilden ein. |
Abgestorbene sackförmige Maden lassen sich mit der Pinzette unversehrt aus den Zellen herausnehmen (Köpfe zeigen nach oben)
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Kalkbrut Schimmelpilz (Faktorenkrankheit: |
Lückenhafte Brutfläche mit verpilzten Maden |
Abgestorbene Maden bilden verhärtete Mumien, weißbräunlich bis grau-schwarz, leicht herausnehmbar.
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Steinbrut |
Lückenhafte Brutfläche mit verpilzten Maden |
Steinharte Mumien, grau bis grün, liegen fest in der Zelle. Pilz auf den Menschen übertragbar. |
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andere Anomalien der Brut |
A) offene Brut: gelbliche oft aufgedunsene Rundmaden. Grau-glasige Maden mit gut sichtbarem Atemsystem B) gedeckelte Brut: leicht eingefallene Zelldeckel. Puppen mit grau-bräunlicher Haut, füllen Zellen nicht ganz aus.
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Abgestorbene Brut, unruhiges Herumlaufen der Bienen auf den Waben, Brutwaben schwach besetzt |
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Krankheit |
Zeitpunkt des Ausbruchs |
Krankheitserscheinung |
Besonderheiten |
Diagnose |
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Milbenseuche
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Reinigungsflug und folgende Flugtage, i.d.R. bis Ende März, aber auch nach Schlechtwetterperioden
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Schwacher bis starker Totenfall: Flugunfähige Bienen (Krabbler und Hüpfer). Dahinschwinden der Völker; bei schwachen Befall keine Erscheinungen. |
Auslaufen der Völker Starke Unruhe
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Bei frischen Leichenfall oder Krabblerbienen fallen Flügel samt Wurzel aus oder lassen sich leicht herausziehen.
Mikroskopisch: Nachweis der Milben in den Hauptstämmen des 1. Brusttracheenpaares |
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Nosemaseuche
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Nach Schlechtwetterperiode im April/Mai als Mischinfektion (Nosema und Amöbe)
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Braune bis gelbe Kotflecken auf Flugbrett und Waben |
Der mit dem letzten Hinterleibsring leicht ausziehbare Mitteldarm kann bei stark befallenen frischen Bienen porzellanweiß verfärbt sein.
Mikroskopisch: Nachweis der Sporen im Darm oder in den Kotflecken |
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Amöbenkrankheit Amöbe
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Frühjahr (April/Mai) |
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Rickettsiose |
Ende März/April bis September, Hauptmonat Mai |
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Das Bienenblut ist milchig-weiß verfärbt |
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Bakterielle Septikämie
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Februar bis September |
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Bei frischen Leichenfall oder Krabblerbienen ist Hämolymphe weißlich bis bräunlich trübe, rascher Zerfall der Bienen nach dem Absterben |
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Erkankung |
Krankheitserscheinungen |
Diagnose |
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Varroatose |
Befall ist flächendeckend vorhanden. Krankheitserscheinungen treten erst in fortgeschrittenem Befalllsstadium auf, am häufigsten in der 2. Jahreshälfte: verkrüppelte Jungbienen, plötzlicher Bienenschwund, Räuberei und mangelhafte Brutpflege sind Zeichen beginnenden Zusammenbruchs.
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Kontrolle des natürlichen Milbenbefalls mittels Bodeneinlage, bedarfsweise diagnostische Behandlung mit zugelassenen Mitteln
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Krankheiten bzw. Vergiftungen |
Ursachen |
Zeit des Auftretens |
Symptome |
Besonderheiten |
Diagnose |
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Ruhr |
Ungeeignetes, verdorbenes Winterfutter. Störung der Winterruhe |
Februar bis März, mitunter auch später |
Braune bis dunkelbraune übelriechende Kotflecken auf dem Flugbrett und im Kasten. Schwacher bis starker Totenfall, flugunfähige Bienen. |
Bei gleichzeitigem Nosemabefall milchigweiße Kotflecken. |
Starkes Koten im Stock |
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Maikrankheit |
Ernährungsstörung, Wassermangel |
Mai nach Schlecht-wetterperiode |
Flugunfähige, zitternde meist junge Bienen |
Prall aufgetriebener Hinterleib. |
Bei Druck auf Hinterleib tritt Kot dick und wurstförmig aus |
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Trachtvergiftung, Vergiftung durch chem. Mittel, Insektizide |
U.a. giftiger Pollen, bienengefährliche Fraß– und Kontaktgifte |
April bis September |
Schwacher bis starker u.U. plötzlicher Totenfall, flugunfähige Bienen, Lähmungserscheinungen |
Flügelschwirrende, kreisende Bienen auf Flugbrett und vor Stand, Lähmungserscheinungen |
Giftnachweis durch Untersuchung von mind. 1000 Bienen |
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Schwarzsucht |
Trachtbedingt oder Virus |
Mai -September besonders während Waldtracht |
Schwacher bis starker Totenfall, flugunfähige Bienen, Lähmungserscheinungen |
Haarverlust zuerst am Hinterleib, dann auch an Brust und Körper |
Schwarzglänzende, haarlose, kleiner wirkende Bienen |